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„Mut zum Brückenbauen“ Einführungsgottesdienst der Kirchenbezirksbeauftragten für Flucht und Migration

„Gib mir Mut zum Brückenbauen“ war Thema und Titel des Einführungsgottesdienstes am 17. September in der Lutherkirche, in dem die neue Kirchenbezirksbeauftragte für Flucht und Migration Anna Elisabeth Arnold feierlich eingeführt wurde. Bereits zum 1. Juni hat die Theologin ihr Amt am Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Heidelberg angetreten. Dort ist sie Teil des Teams Flucht und Migration. In enger Zusammenarbeit mit den Fachdiensten vor Ort gehört es zu ihren Aufgaben, mit Geflüchteten, ehrenamtlich Engagierten und Geflüchteten-Initiativen im Kirchenbezirk der Evangelischen Kirche in Heidelberg im Austausch zu sein und Teilhabe im Rahmen bestehender Möglichkeiten zu fördern.

Damit führt sie fort, was ihre Vorgängerin Pfarrerin Sigrid Zweygart-Pérez während ihrer Bezirksbeauftragung von 2017 bis 2019 aufbauen konnte. Seit einem Jahr ist Zweygart-Pérez Gemeindepfarrerin in der Christus-Luther-Markus Gemeinde. „Es war klar, dass sie die Arbeit mit Geflüchteten nicht einfach so oben drauf wird weitermachen können. Als Pfarrerin für Flucht und Migration beschränkt sie sich nun auf die Seelsorge im PHV und auf Taufen, Trauungen und Beerdigungen in diesem Bereich“, erläuterte Dekan Christof Ellsiepen in seiner Ansprache. „Wir sind froh, dass wir Lisa Arnold dafür gewinnen konnten, die Arbeit im Café Talk weiterzuführen und thematische Verbindungen auch in die Gemeinden hinein zu knüpfen“, betonte der Dekan.

„Eine wichtige Aufgabe“, wie auch der Geschäftsführer des Diakonischen Werks Heidelberg Martin Heß herausstellte. „In den vergangenen Jahren sind viele schöne Kooperationen entstanden.“ Eine davon ist das Café Talk im Gemeindehaus der Hosanna Gemeinde an der Lutherkirche, das auch an diesem Abend parallel zum Gottesdienst stattfand. Mit ihren 15 Wochenstunden bringt sich Anna Arnold hier aktiv ein, fungiert aber auch gleichzeitig als Schnittstelle zwischen Kirchengemeinden und Angeboten der Flüchtlings- und Migrationsarbeit. Es gehe vor allem auch darum, sich zu vernetzen und dadurch für die Hilfesuchenden passgenaue Hilfen und eine Perspektive zu schaffen, so Heß.

In ihrer Predigt zu Joh 14,1-6 „Euer Herz erschrecke nicht!?“ zeigte Anna Arnold, dass die Ungewissheit neuer Wege mit viel Mut verbunden ist. Die Frage „wie werde ich empfangen?“ stellte sie sich vor Antritt der neuen Stelle auch selbst. Doch die Menschen, für die sie von nun an da sein möchte, stehen vor einer weit ungewisseren Zukunft. Sie plädierte für Ehrlichkeit im Umgang mit dieser Situation: „Keine leeren Versprechen, keine falschen Hoffnungen“, aber dafür ein Lächeln, das Brücken baue und auf dem Weg begleite. Als Wegbereiter beschreibt Arnold auch die vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die sie in ihrem neuen Arbeitsfeld kennengelernt hat. So wie auch Jesus als Wegbereiter vorausging, gehe es nun darum, vorauszugehen und Zukunft zu schaffen.

 

foto: @ anna arnold.